Warum ein Coaching-Manifest?

Coaching ist das perfekte Werkzeug, wenn Menschen vor beruflichen Herausforderungen stehen. Jeder steht immer wieder vor Fragezeichen, an Weggabelungen oder vor der Entscheidung: riskiere ich das oder bleibe ich lieber beim Altgewohnten? Ich bin ja der Überzeugung, dass jeder und jede den Coach findet, der für ihn oder sie passt. Was bringt also ein Coaching-Manifest? Klingt ja ziemlich hochtrabend. Ein Manifest ist eine Erklärung von Zielen und Absichten, so sagt Wikipedia. Für mich ist es eine Zusammenfassung meiner Leitgedanken und dessen, was mich als Coach ausmacht.

Manchmal werde ich gefragt, wie ich denn so arbeite. Wenn ich wie aus der Pistole geschossen antworte, dann kommt wahrscheinlich die Antwort „systemisch und lösungsorientiert“ heraus. Ja ich bin ein systemischer Coach, aber was sagt das wirklich über mich und über meine Art zu coachen? Und was stellt sich ein*e Klient*in darunter vor, wenn ich das erzähle?

Jeder Coach hat ein Statement

Jeder Coach hat seine ganz eigene Art zu arbeiten, denn jeder ist eine Persönlichkeit mit ihren ganz individuellen Erfahrungen. Der eine hat schon eine lange Laufbahn hinter sich, der andere entscheidet sich ganz jung dazu, andere zu begleiten. Der eine war Führungskraft in einem Industriebetrieb, der andere kommt aus dem Sozialbereich. Auch die Ausbildungen, die Coaches absolviert haben, unterscheiden sich. Alles zusammen – Persönlichkeit, Erfahrung, Ausbildung – macht die einzigartige Identität und damit die Qualität des Coaches aus.

Was mich ausmacht und deshalb mein Coaching-Manifest prägt? Wenn ich mich für 5 maßgebliche Elemente entscheiden soll, dann sind es diese:

  1. Meine Vertriebserfahrung will ich nicht missen – mich auf Kunden einstellen, die Perspektive wechseln und mich und meine Stärken präsentieren können
  2. Personal- und Persönlichkeitsentwicklung sind meine Leidenschaft – mein Fokus sind die  Menschen, ihre Talente und ihre berufliche Zufriedenheit
  3. Der Mensch im System – den eigenen Weg in Unternehmen und Organisationen finden
  4. Die Erziehung meiner Mutter – einer Frau, die mir die Gleichwertigkeit und die Besonderheit der Geschlechter als allererste vermittelt hat
  5. Die Gesamtheit aller „Challenges“ in meinem Leben – von der Berufswahl nach dem ungeliebten Studium der Rechtswissenschaften über die Laufbahn in einem männerdominierten Umfeld bis zur Selbstständigkeit

Leitlinien meines Coaching-Manifests

Von Zeit zu Zeit fällt mir ein Spruch oder ein Zitat in die Hände, das es auf den Punkt bringt. Hier sind solche die mich schon lange begleiten und einfach ins Coaching-Manifest gehören.

  • Ein Grashalm wächst auch nicht schneller, nur weil du an ihm ziehst.
  • Erwische Menschen dabei, wie sie etwas richtig machen.
  • Kein Ereignis hat irgendeine Macht über mich, außer der, die ich ihm in meinen Gedanken gebe.
  • Es gibt einen Ort jenseits von richtig und falsch, dort begegnen wir uns. (derzeit mein Favorit)
  • Liebe deinen Nächsten wie dich selbst – und fange bei dir selber an.

„Best of“ – Lieblingsmethoden

Die Liste der Methoden ist natürlich endlos. Hier sind einige meiner Favoriten.

Skalierungsfrage… Ich liebe die Skalierungsfrage. Was ist das? Und warum werde ich da emotional? „Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie zufrieden bist du mit deinem derzeitigen Job?“ Die Antwort bietet viele Möglichkeiten, in die gewünschte Veränderung zu führen! Das lässt Ideen keimen und wachsen. Und das macht froh.

WingWave, NLP & Co… Es gibt einen kognitiven Weg und einen anderen. Und dieser andere Weg ist oft der leichtere. Grade wenn es darum geht, positive Zukunftsbilder entstehen zu lassen, können diese Methoden unnötige Lasten beseitigen.

Coaching in der Natur - beim Gehen oder mit Aussicht

Altaussee ist mein 2. Favorit – die meisten Coachings im Gehen führen uns über den Pöstlingberg

 Coaching im Gehen… Wer kennt das nicht: „Ich habe ein „Problemthema“ und das nicht erst seit gestern. Ich habe schon so viel versucht – noch nichts hat den gewünschten Erfolg gebracht. Ich habe das Gefühl, ich trete auf der Stelle!“ Wer das sagt, mit dem marschiere ich am liebsten gleich los. Coaching im Gehen macht frei. Sauerstoff, ein neuer Weg, die Natur, der Blick von einer Anhöhe…

Business meets Coaching

Coaching bedeutet ja, Menschen durch Fragen zu ihren eigenen Lösungen zu führen. Das ist grundsätzlich auch meine Art zu arbeiten. Doch das reicht mir nicht. Bei aller Zustimmung zu „Der Klient ist Experte seines Systems“ erwarten sich meine Klientinnen mehr von mir – und ich will und kann auch mehr geben.  Im Business-Kontext geht es oft um die Vermittlung von Erfahrung und um praktische Hilfestellung. Und so gehört es zu meinem Coaching-Credo, dass ich ein Stück des Weg mit meinen Coachees gemeinsam gehe – als Mentorin und Ratgeberin.

Meine Überzeugungen

Ich bin der festen Überzeugung, dass

  1. Menschen nicht alles alleine bewältigen und lösen müssen. Wieviel leichter macht es das Berufsleben, sich mit jemandem auszutauschen und die Unterstützung eines erfahrenen, empathischen Menschen mit  Prozesskompetenz zu erhalten.
  2. wir wichtige Entscheidungen schneller und nachhaltiger treffen, wenn wir sie mit jemandem besprechen und uns Feedback holen
  3. Frauen und Männer nicht gleich, sondern gleichwertig sind. Sie agieren im beruflichen Umfeld unterschiedlich, und das darf und soll so sein. Wenn jede und jeder sich der eigenen Stärken bewusst ist, dann wird 1 + 1 größer 2.
  4. die 80/20-Faustregel gilt, wenn wir von Frauen und Männern sprechen. Zu 80% treffen die sogenannten frauenspezifischen Verhaltensweisen auf Frauen zu, zu 20% nicht.
  5. Menschen keine Mängelwesen sind, sondern voller Kompetenzen, voller Weisheit und voller Erfahrungen.
  6. es hilft, den Blick in eine andere Richtung zu lenken, wenn wir mal feststecken
  7. Frauen sich glücklicher und freier im Berufsleben fühlen, wenn sie sich aus diesen Fallen befreien: sich rechtfertigen, sich entschuldigen, im Hintergrund bleiben
  8. die kopflastigen Lösungen nicht immer die besseren sind
  9. die Intuition des Klienten eine zentrale Rolle spielt. Ist es jetzt leichter? Kenne ich meinen nächsten Schritt? Werde ich ihn guten Mutes tun, auch wenn er mich aus meiner Komfortzone führt ?
  10. wir im Coaching viel lachen dürfen.

Menschen vergessen, was du gesagt hast.

Menschen vergessen, was du getan hast.

Doch Menschen vergessen nie, wie sich sich bei dir gefühlt haben.  

Coach Ruth Terink - Mein Coaching-Statement